Die Geschlechterbewusste Theologie ist aus der feministischen Theologie hervorgegangen. Es geht also dabei um die Vielfalt des Menschseins, des Glaubens und des sozialen Zusammenlebens. Körper, Geschlecht, Sexualität und Liebe sind existentielle Dimensionen dieser menschlichen Vielfalt, die mit Hilfe der Geschlechterforschung theologisch reflektiert werden.
Geschlechterbewusste Theologie ist eine Querschnittsdisziplin der Theologie. Sie reflektiert die Relevanz der (Zwei-) Geschlechtlichkeit für die biblische, historische, systematische und praktische Theologie sowie für die Strukturen, in denen Theologie betrieben wird. Dabei ist sie methodisch und inhaltlich in der Theologie als auch in der Geschlechterforschung verankert, und in beider Interesse fördert sie die Geschlechterkompetenz in Theologie und Kirche.
Das Genderportal der Kirchlichen Hochschule Wuppertal bietet umfangreiche Literaturlisten für verschiedene Themen aus diesem Forschungsbereich, aber auch Podcasts, um sich erste Einblicke in Themen wie Queerness in der Bibel oder Homosexualität im Neuen Testament zu verschaffen. Das Studienzentrum der EKD für Genderfragen befasst sich in Veranstaltungen und Publikationen wissenschaftlich u.a. mit Anti-Gender-Diskursen und der Gleichstellung in der Kirche . Ein komplett digital frei verfügbarer Band der Zeitschrift für Pastoraltheologie bietet unter dem Titel gender*/queer zahlreiche aktuelle theologische Beiträge, u.a. einen Überblick über die theologiegeschichtliche semantische Entwicklung in beiden großen Amtskirchen oder auch einen Einblick in die queersensible Seelsorge .
Der Evangelische Kirchenkreis Bonn hat eine eigene Unterseite zum Thema „Trans*“ veröffentlicht. Diese Seite ist hier erreichbar.